Der Herstellungprozess

DIE ÖLGEWINNÜNG

Die Herstellung folgt dem folgenden Schema:

Die Oliven werden entgegengenommen, man stellt ihren Ursprung, die Herkunft und ihren Eigentümer fest (aus eigenem Anbau oder aus der Umgebung) und sie gelangen in ein unterirdisches Silo. Wenn sie sauber und ohne Verunreinigungen sind, werden sie gewogen und es wird eine Probe genommen. Diese Probe dient einer Qualitätskontrolle mit den folgenden Parametern: Säuregehalt, Ölmenge, Oxidierung, sowie eine Sichtkontrolle. Diese Analyse ermöglicht uns eine korrekte Klassifizierung, um sie je nach Güteklasse in unterschiedlichen Silos unterzubringen..

Im Hof befindet sich darüber hinaus eine weitere statische Waage für Lastwagen.

Angewandte Technologie: Die eingebaute Waage verfügt über ein Computerprogramm, das jede Wiegemenge nach Olivenbauer und Parzelle identifiziert und sie mit internen Verwaltungs-Kontrollprozessen verknüpft. Auf diese Weise ist eine Rückverfolgbarkeit gewährleistet. Im Kontrolllabor am Fuße der Waage sind entsprechende Analyseprogramme vorgesehen.

Umweltkriterium: Einer der größten Vorteile ist die Nähe zwischen der Produktion und der Verarbeitung der Oliven, die eine deutliche Verringerung der Transportwege mit sich bringt. Auf diese Weise kann viel Kraftstoff gespart und somit der Schadstoffausstoß verringert werden. Darüber hinaus werden die Oliven schneller verarbeitet, was wiederum positive Auswirkungen auf die Qualität hat.

Nach der Qualitätskontrolle gelangen die Oliven über ein Förderband in die Reinigungsmaschine, in der mit Hilfe eines Ventilators die Blätter, Stiele und kleine Zweige von den Oliven getrennt werden. Im Anschluss gelangen die Oliven in eine Waschmaschine, die Erde und mögliche Steinreste entfernt.

Angewandte Technologie: Indem die Oliven in fließendes Wasser, das durch einen Luftstrom aufgesprudelt wird, hineingegeben werden, werden Erde und Steine abgespült. Diese Partikel bleiben am Boden der Waschtonne, von wo sie anschließend automatisch entfernt werden.

Umweltkriterium: In dieser Reinigungsphase wurde ein internes Wiederverwertungs-system des gebrauchten Wassers eingerichtet, um es für künftige Vorwaschprozesse erneut zu verwenden. Die Trennung und automatische Entsorgung von Erde und Steinen durch Dekantieren erlaubt uns eine korrekte Verwaltung des Waschwassers. In dieser Phase entsteht somit kein Abfallprodukt, da das Wasser – wenn es nicht mehr zum Waschen geeignet ist – abgegossen wird um den „alperujo“ (eine Mischung aus „alpechín“(Abwasser aus der Ölherstellung) und „orujo“(Treber)) zu verdünnen.

Wenn die Oliven gewaschen und in den jeweiligen Trichtern gelagert sind, beginnt der Mahlvorgang. Alle Trichter sind mit einem Mechanismus ausgestattet, der das Ablassen regelt. Das Mahlen erfolgt durch ein System aus Hämmern oder einem Stern, der sich im Innereren eines Siebes dreht, das wiederum in entgegengesetzter Richtung zu den Hämmern rotiert. Sie sind speziell für unterschiedliche Fruchtgrößen und -härten konstruiert.

Angewandte Technologie: In dieser Phase sollte die Verwendung eines automatisierten Mahlsystems mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, sowie die verschiedenen Größen und Härten der Siebe hervorgehoben werden, die ein Mahlen in bester Qualität, Effizienz und Sauberkeit ermöglichen.

Die Olivenpaste, die durch das Mahlen erhalten wurde, fällt anschließend in eine Reihe von hydraulischen Mixern, die mit Hilfe von Wellen mit spiralförmigen Schlägern für eine homogene Masse und eine angemessene Temperatur sorgen. Die Geschwindigkeit der Rührschläger am Rande und in der Mitte ist so ausgearbeitet, dass sie die kleinen Ölteichen, die als Suspension in der frisch gemahlenen Masse verteilt sind, bestmöglich verbinden. Das Erwärmen der Masse erfolgt durch zirkulierendes, heißes Wasser, das durch Heizkammern fließt, die sich am Rande des Behälters befinden. Die Wassertemperatur ist konstant und wird ständig kontrolliert.

Die Dosierung des heißen Wassers und die Beförderung der Masse zu den horizontalen Zentrifugen wird von einer hydraulischen Vorrichtung und einer gewundenen Pumpe ausgeführt; die Wassermenge wird von einer Steuertafel aus reguliert. Je nach Verfügung wird die Menge der Oliven, die den Mühlen zugeführt wird, sowie das Be- und Entladen der verschiedenen Mixer automatisch oder manuell durchgeführt.

Das Ziel des Zentrifugierens ist es, das Olivenöl vom Treber und dem „alpechín“ zu trennen. Die im Mixer zuvor behandelte Olivenmasse wird in die horizontale Zentrifuge geführt, wo ihre Hauptbestandteile voneinander getrennt werden: die feste Phase (Treber), die schwere flüssige Phase („alpechín“ und Fruchtwasser) und die leichte flüssige Phase (Öl). Der Treber wird zusammen mit dem „alpechín“ und dem Fruchtwasser durch den Dekanter zu den Düsen transportiert, durch die die Feststoffe entfernt werden. Der Abstand dieser Düsen zu den Wellen ist geringer, als der der Düsen, durch die das Öl abfließt.

Angewandte Technologie: Bei der horizontalen Zentrifugierung laufen zwei Phasen simultan ab: einerseits der Abtransport der Treber-„alpechín“-Mischung und andererseits das Abfließen des Öls durch die Düse zum Vibro-Filter, wo die Suspension von festen Verunreinigungen gesäubert wird.

Umweltkriterium: Der “alperujo” (die Mischung aus Treber und “alpechín“) wird nach der Trennung des Öls in den Silos des Außenhofs gelagert. Die Olivensteine werden vom Fruchtfleisch getrennt, das als Biomasse als Brennmaterial für die Heizkessel der Heizanlage dient. Die nicht im Heizkessel verbrannten Stoffe werden so lange gelagert, bis sie von einer Firma abgeholt werden, die eine Zulassung für die industrielle Wiederverwertung besitzt. So entstehen in dieser Phase keinerlei Abfallstoffe, sondern vielmehr Nebenprodukte des Hauptvorgangs.

Das Dekantieren des Öls durch Schwerkraft wird in 20.000 Kilo schweren florentinischen Dekantern aus rostfreiem Edelstahl durchgeführt. Dieser Vorgang trennt das Öl von ölhaltigem Wasser. Dieses ölhaltige Wasser wird in vollem Umfang wieder dem Rührvorgang zugeführt.

Das Öl wird in rostfreien Edelstahlbehältern gelagert, bis es für die entsprechende Abfüllung und Vermarktung zur Abfüllanlage gebracht wird.

Angewandte Technologie: Die verschiedenen Schritte des Abfüllprozesses – Abfüllen, Verschließen, Versiegeln und Etikettieren – sind vollständig automatisiert, sodass ein schneller und hygienischer Ablauf garantiert werden kann.

Umweltkriterien: Die für den Vertrieb des Öls verwendeten Behälter (Glas und PET) können nach ihrem Gebrauch wiederverwertet werden. Darüber hinaus ist RIBES-OLI bei ECOEMBES (Referenznummer Q1965JRI) mit dem Ziel angemeldet, Teil eines integrierten Verpackungsmanagement-Systems zu sein.

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